Der Sommer bei Prada sieht dieses Mal weder wie eine Postkarte noch wie der klassische Traum vom Meer aus. In der neuen Kampagne „Days of Summer 2026“ hört er sogar auf, ein Ort zu sein. Er wird vielmehr zu einem Zustand, den man mit sich tragen kann – selbst dann, wenn draußen Stadt, Lärm und Glas der Wolkenkratzer dominieren.
Der Sommer bei Prada sieht dieses Mal weder wie eine Postkarte noch wie der klassische Traum vom Meer aus. In der neuen Kampagne „Days of Summer 2026“ hört er sogar auf, ein Ort zu sein. Er wird vielmehr zu einem Zustand, den man mit sich tragen kann – selbst dann, wenn draußen Stadt, Lärm und Glas der Wolkenkratzer dominieren.
Im Zentrum dieser Geschichte steht Bella Hadid. Doch sie ist hier weder als „Urlaubsmodel“ noch in einer typischen glamourösen Inszenierung zu sehen. Sie wirkt, als sei sie einfach in einer anderen Welt gelandet und hätte deren Regeln mühelos akzeptiert. Ruhig, gesammelt, leicht distanziert — sie zeigt den Sommer nicht, sie existiert in ihm.
Die Welt um sie herum ist ebenfalls keine Realität im klassischen Sinne. Prada und Fotograf David Sims erschaffen eine Stadt, die scheinbar die Gesetze der Physik verloren hat. Wolkenkratzer werden zu Inseln, auf den Dächern erscheint Sand, und der Raum verhält sich gleichzeitig wie Strand und Metropole. Das ist keine Fantasie um der Fantasie willen — sondern ein Versuch zu zeigen, wie sich innere Zustände in einem Menschen vermischen.
An ihrer Seite stehen Damson Idris, Louis Partridge und Liu Wen. Doch niemand versucht, die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Jede Figur hat ihre eigene Zone, ihre eigene „Insel“, ihre eigene Stille innerhalb der gemeinsamen urbanen Landschaft. Und darin steckt eine wichtige Idee: Moderne Nähe erfordert keine permanente Präsenz. Manchmal reicht es, denselben Raum zu teilen, ohne sich gegenseitig einzuengen.
Die Kleidung unterstützt diese Idee ohne viele Worte. Leichte Bermudas, bedruckter Leinenstoff, Canvas-Mini-Kleider, Ledertaschen und einfache Accessoires wirken wie für jedes Lebensszenario gemacht. Egal, wo man sich befindet — in der Stadt oder im imaginären Urlaub. Alles funktioniert im gleichen Rhythmus.
Das Interessanteste an dieser Kampagne sind nicht die Kleidungsstücke und nicht einmal die visuelle Welt, sondern das Gefühl. Prada suggeriert, dass Sommer nicht mit einem Ticket beginnen muss. Er kann im Alltag existieren: zwischen Terminen, beim Gehen durch die Straßen, in einem Moment, in dem plötzlich Leichtigkeit entsteht, wo man sie nicht erwartet hat.
Und Bella Hadid ist in dieser Geschichte nicht das Symbol eines perfekten Urlaubs, sondern eine Erinnerung an etwas anderes. Dass „Sommer“ manchmal kein Ort und keine Jahreszeit ist, sondern eine Art, in der Welt zu sein — in der für einen Moment alles aufhört zu drücken und beginnt, mit dir zu atmen.

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