Im Herbst verändert die Natur ihre Farben, die Garderobe wird gemütlicher und der Alltag kommt allmählich etwas zur Ruhe. Jetzt ist die ideale Zeit, dir selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn mit den Temperaturen verändern sich auch die Bedürfnisse unserer Haut und Haare.
Kalter Wind, Heizungsluft, heißes Wasser und trockene Raumluft können zu spannender Haut, brüchigem Haar und trockenen Händen führen. Die gute Nachricht: Du musst nicht gleich ein ganzes Regal voller neuer Kosmetikprodukte kaufen, um dich gut zu pflegen. Manchmal reicht es, ein paar alltägliche Gewohnheiten anzupassen.
1. Mache die Feuchtigkeitspflege zu einem festen Ritual
Im Sommer haben vielleicht ein leichtes Gel oder eine besonders leichte Creme völlig ausgereicht. Im Herbst wird die Haut jedoch häufig anspruchsvoller: Trockene Stellen, Schuppen und ein Spannungsgefühl nach der Gesichtsreinigung können auftreten. Das liegt nicht nur an der kalten Luft, sondern auch an der trockenen Heizungsluft in Innenräumen.
Damit deine Haut glatt und angenehm bleibt, solltest du deine Pflegeroutine anpassen. Probiere statt sehr leichter Produkte eine Creme mit Ceramiden, Glycerin, Hyaluronsäure oder Squalan. Diese Inhaltsstoffe helfen, Feuchtigkeit zu binden und die natürliche Schutzbarriere der Haut zu stärken.
Ebenso wichtig ist eine sanfte Gesichtsreinigung. Aggressive Produkte, alkoholhaltige Gesichtswasser und zu heißes Wasser können die Haut zusätzlich austrocknen. Greife lieber zu milden Reinigungsprodukten und trage nach dem Waschen eine Feuchtigkeitscreme auf, solange die Haut noch leicht feucht ist.
Ein kleiner Tipp für besonders kühle Tage: Gib deiner Pflegecreme vor dem Verlassen des Hauses etwas Zeit, um einzuziehen. Wenn deine Haut sehr trocken ist, kannst du eine reichhaltigere Creme verwenden.
Beauty-Gewohnheit für den Herbst: Stelle deine Feuchtigkeitscreme gut sichtbar ins Badezimmer. Wenn sie immer griffbereit ist, fällt es dir leichter, die tägliche Pflege nicht zu vergessen.
2. Schütze dein Haar vor Kälte, Wind und Reibung
Im Herbst kann das Haar widerspenstiger werden: Unter der Mütze lädt es sich statisch auf, nach einem Spaziergang wird es frizzig und die Spitzen brechen leichter. Kommen trockene Raumluft und der häufigere Einsatz des Föhns hinzu, wird schnell klar, warum die gewohnte Frisur plötzlich mehr Aufmerksamkeit braucht.
Beginne mit den Grundlagen: Verwende nach dem Waschen eine Spülung und bei Bedarf eine pflegende Haarmaske. Für Längen und Spitzen eignen sich Leave-in-Conditioner, Haarseren oder Produkte mit Inhaltsstoffen, die Reibung reduzieren und das Entwirren erleichtern.
Vergiss auch den Hitzeschutz nicht, wenn du deine Haare regelmäßig föhnst oder Stylinggeräte mit Hitze verwendest. Stelle die Temperatur möglichst nicht zu hoch ein und halte den Föhn nicht zu nah an die Haarsträhnen.
Bei kaltem und windigem Wetter solltest du eine Kopfbedeckung tragen. Achte aber darauf, dass sie nicht zu eng sitzt und das Material nicht zu starker Reibung führt. Lange Haare kannst du locker flechten oder unter dem Mantel verstauen, damit sie sich weniger verheddern.
Eine weitere wichtige Regel: Geh nicht mit nassen Haaren in die Kälte. In diesem Zustand sind sie anfälliger für mechanische Schäden, und niedrige Temperaturen können die Haarsträhnen zusätzlich strapazieren.
Beauty-Gewohnheit für den Herbst: Gib nach dem Waschen etwas Leave-in-Pflege in die Haarspitzen. Das hilft gegen Trockenheit und macht dein Haar leichter kämmbar.
3. Mache die Handpflege zu einem kleinen täglichen Ritual
Unsere Hände reagieren oft als Erste auf das herbstliche Wetter. Wir waschen sie häufiger, verwenden Desinfektionsmittel und gehen manchmal ohne Handschuhe in die Kälte. Mit der Zeit kann die Haut trocken, rau und empfindlich werden.
Um das zu verhindern, solltest du zunächst auf die Wassertemperatur achten. Lauwarmes Wasser ist zum Händewaschen besser geeignet als heißes. Trage möglichst nach jedem Waschen eine Handcreme auf. Besonders empfehlenswert sind Produkte mit Glycerin, Ceramiden, Panthenol oder pflanzlichen Ölen.
Vergiss auch die Nagelhaut nicht. Ein paar Tropfen Nagelöl helfen, die Haut rund um die Nägel geschmeidig zu halten und die Maniküre gepflegt aussehen zu lassen. Wenn es draußen kalt oder windig ist, solltest du deine Hände mit Handschuhen schützen.
Für eine Extraportion Pflege kannst du vor dem Schlafengehen eine großzügigere Schicht Creme auftragen. Das ist besonders sinnvoll, wenn deine Hände tagsüber häufig mit Wasser oder Reinigungsmitteln in Kontakt kommen.
Wenn bereits schmerzhafte Risse, starke Rötungen oder Juckreiz auftreten, solltest du dich nicht allein auf Kosmetik verlassen, sondern besser eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufsuchen.
Beauty-Gewohnheit für den Herbst: Stecke eine kleine Tube Handcreme in deine Tasche. So kannst du deine Hände überall pflegen – im Büro, unterwegs oder bei einem Spaziergang.
4. Vergiss deine Füße nicht, auch wenn die Sandalen schon im Schrank stehen
Wenn die Saison für offene Schuhe vorbei ist, denkt man schnell, dass Pediküre und Fußpflege bis zum Frühling warten können. Dabei verbringen die Füße gerade im Herbst die meiste Zeit in geschlossenen Schuhen. Die Haut ist dadurch Reibung, Wärme und manchmal auch Feuchtigkeit ausgesetzt.
Regelmäßige Pflege hilft, trockener und verhornter Haut vorzubeugen. Trage nach dem Duschen eine Fußcreme auf und achte dabei besonders auf die Fersen. Wenn deine Haut stark zu Verhornungen neigt, kannst du ein Produkt mit einer passenden Harnstoffkonzentration verwenden.
Reinige beim Waschen auch die Zehenzwischenräume gründlich und trockne die Haut anschließend sorgfältig ab. Feuchtigkeit begünstigt die Entstehung von Pilzinfektionen. Deshalb solltest du nasse Socken oder feuchtes Schuhwerk nicht zu lange tragen.
Um verhornte Haut zu entfernen, kannst du eine spezielle Fußfeile verwenden. Übe dabei aber nicht zu viel Druck aus und bearbeite die Haut nicht zu häufig. Eine zu intensive Behandlung kann die Haut verletzen und das Problem verschlimmern.
Achte auch auf deine Schuhe: Sie sollten bequem sein, richtig passen und nicht scheuern. Wechsle deine Socken am besten täglich und lass deine Schuhe vollständig trocknen.
Beauty-Gewohnheit für den Herbst: Trage nach deiner abendlichen Dusche eine Fußcreme auf und lass sie einige Minuten einziehen, bevor du Socken anziehst.
5. Behalte Sonnenschutz in deiner morgendlichen Pflegeroutine bei
Im Herbst ist der Himmel oft bewölkt, die Sonne wärmt nicht mehr so stark wie im Sommer und die Morgenstunden werden kühler. Deshalb kann man leicht denken, dass Sonnencreme nicht mehr nötig ist. Doch die ultraviolette Strahlung verschwindet nicht mit der sommerlichen Wärme.
Verwende zum Schutz deiner Haut auf unbedeckten Stellen ein Breitband-Sonnenschutzmittel mit LSF 30 oder höher. Trage es morgens nach deiner üblichen Pflege auf und erneuere den Schutz bei längeren Aufenthalten im Freien entsprechend den Angaben auf der Verpackung.
Besonders wichtig ist Sonnenschutz, wenn du viel Zeit draußen verbringst, im Freien Sport treibst oder Produkte verwendest, die die Lichtempfindlichkeit deiner Haut erhöhen können. Auch in den Bergen und auf längeren Herbstreisen bleibt Sonnenschutz sinnvoll.
Verlasse dich nicht ausschließlich auf Make-up mit Lichtschutzfaktor: Die übliche Menge Foundation reicht möglicherweise nicht aus, um den angegebenen Schutz zu erreichen.
Beauty-Gewohnheit für den Herbst: Stelle deine Sonnencreme neben deine Tagespflege. So lässt sie sich leichter in deine morgendliche Routine integrieren.
Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung
Die herbstliche Pflege sollte nicht zu einer endlosen To-do-Liste werden. Es ist viel sinnvoller, ein paar einfache Maßnahmen auszuwählen und sie regelmäßig umzusetzen, als neue Produkte zu kaufen und sie nur gelegentlich zu benutzen.
Beginne mit den Grundlagen: Versorge deine Haut mit Feuchtigkeit, pflege deine Haarlängen, halte eine Handcreme griffbereit, vergiss deine Füße nicht und verwende weiterhin Sonnenschutz.
Und denk daran: Gut auszusehen bedeutet nicht, perfekt sein zu müssen. Manchmal ist das Beste, was du im Herbst für dich tun kannst, deine Pflegeroutine etwas zu vereinfachen, dir mehr Ruhe zu gönnen und die tägliche Pflege in einen angenehmen Moment nur für dich zu verwandeln.
Mach die Schönheitspflege in diesem Herbst nicht zu einem weiteren Punkt auf deiner To-do-Liste, sondern zu einem kleinen Vergnügen, für das du dir jeden Tag gerne ein paar Minuten Zeit nimmst.
Kühler Wind, trockene Raumluft und starke Temperaturschwankungen können sich auf unser Aussehen auswirken. Wir verraten dir, welche einfachen Beauty-Gewohnheiten du in deine herbstliche Pflegeroutine integrieren kannst, damit deine Haut geschmeidig bleibt, dein Haar glänzt und deine Hände und Füße gepflegt aussehen.