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Nicole Kidmans Tochter auf dem Vogue-Cover – und das Netz läuft Sturm: Warum alle über Nepotismus sprechen

Sunday Rose Kidman-Urban macht weiterhin in der Modebranche von sich reden. Doch ihr jüngster Auftritt in der deutschen Ausgabe der Vogue hat längst nicht für die Begeisterung gesorgt, die man hätte erwarten können. Während die einen über das ungewöhnliche Fotoshooting diskutieren, fragen sich andere, ob es nicht an der Zeit wäre, wieder professionelle Models auf die Cover der Modemagazine zu bringen. Manche sind überzeugt: Ein berühmter Nachname hat ihr erneut Türen geöffnet, von denen Tausende junge Frauen nur träumen können.

Sunday Rose Kidman-Urban macht weiterhin in der Modebranche von sich reden. Doch ihr jüngster Auftritt in der deutschen Ausgabe der Vogue hat längst nicht für die Begeisterung gesorgt, die man hätte erwarten können. Während die einen über das ungewöhnliche Fotoshooting diskutieren, fragen sich andere, ob es nicht an der Zeit wäre, wieder professionelle Models auf die Cover der Modemagazine zu bringen. Manche sind überzeugt: Ein berühmter Nachname hat ihr erneut Türen geöffnet, von denen Tausende junge Frauen nur träumen können.

Rosa Hemdbluse, stylischer Trenchcoat und eine Welle der Kritik

Sunday Rose, die Tochter der Hollywoodschauspielerin Nicole Kidman und des Musikers Keith Urban, ist im neuen Heft der deutschen Vogue zu sehen. Für das Cover posiert sie im Gras – in einer rosa Hemdbluse, einer Weste und Stiefeletten. Auf weiteren Bildern des Shootings trägt sie einen halbtransparenten Rock und einen Trenchcoat.

Auf den ersten Blick scheint es ein weiterer viel beachteter Auftritt einer jungen Frau aus einer berühmten Familie in der Welt der Haute Couture zu sein. Doch die Reaktionen in den sozialen Netzwerken fallen alles andere als einhellig aus.

In den Kommentaren kritisieren Leserinnen und Leser sowohl das Fotoshooting selbst als auch die Entscheidung der Redaktion, ausgerechnet Sunday auf das Cover zu setzen. Einige stören sich an ihrer Art zu posieren, andere sprechen sofort über die Privilegien, von denen Kinder berühmter Eltern profitieren.

„Überall nur Promi-Kinder“, „Warum ausgerechnet sie?“, empören sich Nutzerinnen und Nutzer. Einige Kommentierende stellen sogar ihren Gesichtsausdruck und ihre Fähigkeit infrage, vor der Kamera die gewünschte Stimmung zu vermitteln.

Für einen Teil des Publikums geht es offenbar längst um mehr als nur um einzelne Fotos. Der Name Kidman-Urban ist zum Anlass für eine größere Debatte darüber geworden, wer in der Modebranche heute Zugang zu den begehrtesten Chancen erhält.

Nepotismus in der Mode: Talent oder die richtigen Kontakte?

Der Begriff „Nepotismus“ hat sich in den vergangenen Jahren fest im Wortschatz von Modekritikerinnen und Modekritikern etabliert. Er beschreibt Situationen, in denen Kinder berühmter Persönlichkeiten dank des Bekanntheitsgrades, des Status oder der Kontakte ihrer Eltern Zugang zu prestigeträchtigen Projekten erhalten.

Sunday ist zu einem weiteren Beispiel in dieser Debatte geworden. Sie begann ihre Modelkarriere im Alter von 16 Jahren und gab ihr Laufstegdebüt bei einer Show von Miu Miu. Später lief sie auch für Dior und andere Marken und war in Modemagazinen zu sehen.

Für ein junges Model ist das ein bemerkenswert schneller Einstieg. Genau das wirft Fragen bei all jenen auf, die versuchen, sich ohne einen berühmten Namen in der Branche durchzusetzen.

Denn für viele Models bedeutet der Weg zum Erfolg jahrelange Castings, Absagen, harte Arbeit und das Warten auf eine Chance, die möglicherweise nie kommt. Die Tochter zweier internationaler Stars zieht dagegen bereits die Aufmerksamkeit großer Marken auf sich, bevor sie sich einen eigenen öffentlichen Ruf aufbauen konnte.

Bedeutet das, dass Sunday kein Potenzial als Model hat? Keineswegs. Dennoch bleibt die Frage: Hätte sie dieselben Chancen bekommen, wenn ihre Mutter nicht zu den bekanntesten Schauspielerinnen Hollywoods und ihr Vater nicht zu den erfolgreichen Musikern gehören würde?

Eine berühmte Herkunft beweist nicht, dass es an Talent fehlt. Doch Talent allein sorgt auch nicht dafür, dass alle in der Branche mit den gleichen Voraussetzungen starten.

Warum setzt Vogue immer häufiger auf Prominente?

Auch die Cover von Modemagazinen selbst sorgen für Diskussionen. Ein Nutzer der sozialen Medien merkte ironisch an, dass er die Tradition der deutschen Vogue schätze, Models auf ihre Titelseiten zu bringen, während viele andere Modemagazine schon seit Jahren lieber auf Prominente setzen.

Diese Bemerkung bietet durchaus Anlass zum Nachdenken.

Traditionell waren Models die Gesichter der Mode: Sie präsentierten Kleidung, prägten Trends und halfen Designern, mit ihren Kollektionen Geschichten zu erzählen. Prominente bringen dagegen einen anderen Wert mit: Bekanntheit, eine bestehende Fangemeinde und eine persönliche Geschichte, über die das Publikum sprechen möchte.

Wenn eine bekannte Schauspielerin oder ihre Tochter auf einem Cover erscheint, geht es nicht nur um die Kleidung. Die Leserinnen und Leser interessieren sich auch für die Familie, das Privatleben, die Karriere und die Beziehungen zu anderen berühmten Persönlichkeiten. Für Medien ist das eine äußerst wirksame Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Doch damit stellt sich eine Frage: Verdrängen berühmte Namen professionelle Models, die jahrelang darauf hinarbeiten, eines Tages genau auf einer solchen Titelseite zu erscheinen?

Das neue Shooting mit Sunday hat diese Frage erneut in den Mittelpunkt gerückt. Den Reaktionen nach zu urteilen, sehnt sich ein Teil des Publikums nach einer Zeit zurück, in der die Cover von Modemagazinen vor allem Models vorbehalten waren und nicht als Verlängerung der Promiwelt dienten.

Sunday Rose: eine eigenständige Karriere oder das Erbe berühmter Eltern?

Sunday wird nicht zum ersten Mal wegen ihrer Herkunft kritisiert. Ihr Laufstegdebüt, Auftritte bei Shows bekannter Marken und Werbeprojekte hatten bereits Diskussionen darüber ausgelöst, welche Rolle ihr berühmter Nachname für ihre Karriere spielt.

Gleichzeitig steht die junge Frau noch ganz am Anfang ihres beruflichen Weges. Ihre Karriere entwickelt sich erst, und jeder neue Auftritt vor der Kamera oder auf dem Laufsteg wird unweigerlich von Vergleichen und Bewertungen begleitet.

Für Kinder berühmter Eltern ist das eine Art Falle. Nutzen sie die Möglichkeiten, die ihnen ihre Herkunft eröffnet, nicht, riskieren sie, vielversprechende Projekte zu verpassen. Nutzen sie diese Chancen hingegen, wird ihnen vorgeworfen, alles viel zu leicht bekommen zu haben.

Natürlich lassen sich Sundays Startbedingungen nicht mit denen einer jungen Frau vergleichen, deren Eltern nicht berühmt sind. Doch genauso verfrüht wäre es, daraus zu schließen, dass ihre weitere Karriere nicht von Professionalität, Einsatz und der Fähigkeit abhängen wird, sich weiterzuentwickeln.

Die entscheidende Frage ist nicht, ob sie das Recht hat, Model zu sein. Natürlich hat sie das. Es geht vielmehr darum, ob andere junge Frauen genügend Chancen bekommen, damit auch ihr Talent entdeckt wird.

Vom Laufsteg aufs Cover: Warum löst diese Geschichte so viele Reaktionen aus?

Die Kontroverse um Vogue ist Teil einer größeren Diskussion darüber, wie sich die Modebranche verändert. Früher bewunderte das Publikum häufig die scheinbar unerreichbare Welt der Supermodels. Heute ziehen persönliche Geschichten, familiäre Verbindungen und berühmte Namen immer mehr Aufmerksamkeit auf sich.

Ähnliche Kritik gab es auch an Victoria’s Secret, als die Marke begann, das traditionelle Format ihrer Shows zu verändern und Blogger sowie Mitglieder berühmter Familien in ihre Projekte einzubeziehen. Für die einen ist das eine natürliche Weiterentwicklung der Mode, für die anderen eine Abkehr von den professionellen Standards, die diese Shows einst zu Kultveranstaltungen gemacht haben.

Es gibt jedoch noch eine andere Seite. Mode existiert nicht losgelöst von der Gesellschaft: Sie wurde schon immer von Kultur, gesellschaftlichen Stimmungen und den Interessen des Publikums beeinflusst. Wenn Prominente mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, berücksichtigen Redaktionen und Marken dieses Interesse.

Problematisch wird es, wenn der berühmte Name wichtiger ist als die eigentliche Arbeit. Denn ein Vogue-Cover ist nicht nur ein prestigeträchtiges Foto, sondern auch ein Symbol der Anerkennung in einer Branche, in der Tausende Menschen auf ihre Chance hoffen.

Hat Sunday das Vogue-Cover wirklich verdient?

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage wird sich in den Kommentaren der sozialen Netzwerke kaum finden lassen. Manche mögen die Ästhetik des Shootings nicht, andere halten es für misslungen, während wieder andere darin das Potenzial eines jungen Models erkennen.

Wichtig ist jedoch, zwei Dinge voneinander zu unterscheiden: die subjektive Bewertung der Fotos und die Frage nach Chancengleichheit. Wem ein bestimmtes Cover nicht gefällt, beweist damit noch lange nicht, dass dessen Protagonistin keine Fähigkeiten besitzt. Umgekehrt beseitigt ein gelungenes Foto nicht die Vorteile, die eine berühmte Herkunft mit sich bringt.

Sunday Rose Kidman-Urban hat es auf das Cover der Vogue geschafft, und allein das verschafft ihr bereits große Aufmerksamkeit. Ob daraus eine langfristige Modelkarriere entsteht, wird sich erst mit der Zeit zeigen.

Bis dahin stellt die Diskussion um ihr Fotoshooting der Branche eine unbequeme, aber wichtige Frage: Entscheiden in der heutigen Modewelt noch immer Talent und Professionalität über den Erfolg – oder führt der kürzeste Weg an die Spitze nach wie vor über einen berühmten Nachnamen?

Und offenbar erwartet das Vogue-Publikum eine Antwort nicht nur von der Redaktion, sondern von der gesamten Modebranche.

Nicole Kidmans Tochter auf dem Vogue-Cover – und das Netz läuft Sturm: Warum alle über Nepotismus sprechen
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