Es gibt Fotos, die einfach nur einen Moment festhalten. Und dann gibt es jene, die mit der Zeit zu einem Teil der Popkultur werden. Genau in diese zweite Kategorie gehört das berühmte Shooting von Cindy Crawford und Richard Gere für Vogue aus dem Jahr 1992. Damals waren sie eines der glamourösesten Paare ihrer Zeit: ein Supermodel und ein Hollywoodstar, Jugend, Ruhm und dieser schwer greifbare Glamour der 90er-Jahre.
Es gibt Fotos, die einfach nur einen Moment festhalten. Und dann gibt es jene, die mit der Zeit zu einem Teil der Popkultur werden. Genau in diese zweite Kategorie gehört das berühmte Shooting von Cindy Crawford und Richard Gere für Vogue aus dem Jahr 1992. Damals waren sie eines der glamourösesten Paare ihrer Zeit: ein Supermodel und ein Hollywoodstar, Jugend, Ruhm und dieser schwer greifbare Glamour der 90er-Jahre.
34 Jahre sind vergangen – und die Geschichte hat eine fast filmreife Wendung genommen.
Auf dem Cover der Septemberausgabe 2026 von Vogue sind die 24-jährige Kaia Gerber, Tochter von Cindy Crawford, und der 26-jährige Homer Gere, Sohn von Richard Gere, zu sehen. Und ja, es sind tatsächlich Kaia und Homer, deren Eltern einst gemeinsam die Seiten dieses Magazins zierten.
Doch das Spannendste daran sind nicht einmal ihre berühmten Nachnamen.
Kaia und Homer lernten sich am Set der neuen Serie The Shards kennen – einer Adaption des Romans von Bret Easton Ellis, die von Ryan Murphy umgesetzt wird. Die Handlung spielt im Los Angeles des Jahres 1981 und dreht sich um privilegierte Jugendliche, deren Leben nach und nach von Leidenschaft, Obsession und Angst erfasst wird.
Die Ironie dieser Situation ist nahezu perfekt: Die Kinder eines ehemaligen Hollywood-Paares landeten nicht nur zufällig im selben Projekt. Sie wurden auch Filmpartner – und posierten wenig später gemeinsam auf dem Cover der Vogue.
„Zu offensichtlich“, scherzte Homer über diese erstaunliche Verbindung. Seinen Worten zufolge beschlossen er und Kaia bei ihrer ersten Begegnung ziemlich schnell, den Elefanten im Raum einfach anzusprechen: Ihre Eltern waren einst verheiratet. Danach, so scheint es, war die Anspannung verschwunden.
Und das ist vermutlich das charmanteste Detail der ganzen Geschichte.
Statt das Offensichtliche auf dramatische Weise zu umgehen, beschlossen sie einfach, darüber zu lachen.
Kaia Gerber lebt schon lange im nicht gerade einfachen Schatten des Nachnamens Crawford. Ihr Aussehen lässt sich kaum mit dem ihrer Mutter vergleichen, ebenso wenig ihre Modelkarriere mit Cindys legendärem Weg.
Doch Kaia baut sich Schritt für Schritt ihre eigene Karriere auf. Sie arbeitet nicht nur in der Modebranche, sondern entwickelt auch aktiv ihre Laufbahn als Schauspielerin weiter.
Homer Gere wiederum hat einen Weg eingeschlagen, der keineswegs als bloße Fortsetzung der Karriere seines Vaters bezeichnet werden kann. Er studierte bildende Kunst, interessierte sich für Architektur und Kunst und verrät im Vogue-Interview eine erstaunlich vielseitige Sammlung von Interessen. So spricht er beispielsweise über seine Liebe zum Design und erwähnt sogar seinen Traum, Möbel herzustellen.
Mit anderen Worten: Vor uns stehen nicht mehr einfach „die Tochter von Cindy Crawford“ und „der Sohn von Richard Gere“.
Vor uns stehen Kaia und Homer.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft ihres Covers.
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum dieses Fotoshooting das Publikum so fasziniert hat.
1992 waren Cindy Crawford und Richard Gere Symbole ihrer Zeit. Ihr Vogue-Cover wirkt heute wie eine kleine Zeitkapsel – eine Erinnerung an eine Ästhetik, in der Supermodels echte Megastars waren und Hollywood-Romanzen Teil der kulturellen Landschaft wurden.
2026 scheinen Kaia und Homer uns zu genau diesem Bild zurückzuführen – allerdings mit einer völlig anderen Atmosphäre.
Es geht nicht darum, die Vergangenheit wortwörtlich nachzustellen.
Vielmehr ist es eine Art Dialog zwischen zwei Generationen.
Als würden sie sagen: „Ja, wir wissen, dass ihr hier wart. Aber jetzt sind wir an der Reihe.“
Und Vogue scheint die Kraft dieses Moments vollkommen zu verstehen.
Wenn das Fotoshooting vor allem wegen der berühmten Herkunft der beiden Protagonisten Aufmerksamkeit erregte, zeigt das Interview eine ganz andere Seite ihres Duos.
Kaia und Homer wirken nicht wie zwei Menschen, die nur wegen ihrer berühmten Nachnamen nebeneinandergesetzt wurden. Zwischen ihnen ist eine leichte, beinahe freundschaftliche Unbeschwertheit zu spüren – wie bei zwei Menschen, die viel Zeit gemeinsam am Set verbracht haben. Vogue beschreibt sie sogar als zwei Freunde mit ihren eigenen Witzen und Insider-Memes.
Und noch etwas verbindet die beiden: Sie nehmen sich selbst nicht allzu ernst.
Homer gestand beispielsweise, dass er eine ausgeprägte Abneigung gegen Licht von oben hat. Kaia wiederum erzählte, dass die Menschen sie oft fälschlicherweise für humorlos halten – einfach wegen ihrer eher trockenen Art zu scherzen.
Das klingt doch deutlich interessanter als das nächste Hochglanzinterview über das „Geheimnis des Erfolgs“.

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