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Cholesterin ohne Mythen: 10 Fragen, die man sich kaum traut dem Arzt zu stellen – die aber jede Frau kennen sollte

Wenn wir das Wort „Cholesterin“ hören, denken wir sofort an fettiges Essen, Herzinfarkte und strenge Diäten. Manche haben Angst vor jedem Eigelb, andere kaufen teure Nahrungsergänzungsmittel zur angeblichen „Reinigung der Blutgefäße“, und wieder andere sind überzeugt, dass sie als schlanke und gesunde Menschen dieses Problem gar nicht betreffen kann.

Wenn wir das Wort „Cholesterin“ hören, denken wir sofort an fettiges Essen, Herzinfarkte und strenge Diäten. Manche haben Angst vor jedem Eigelb, andere kaufen teure Nahrungsergänzungsmittel zur angeblichen „Reinigung der Blutgefäße“, und wieder andere sind überzeugt, dass sie als schlanke und gesunde Menschen dieses Problem gar nicht betreffen kann.

Tatsächlich ist alles viel komplexer – und zugleich einfacher.

Kardiologen betonen seit Jahren, dass es rund um das Cholesterin mehr Mythen als Fakten gibt. Wir haben die häufigsten Fragen zusammengestellt, die viele Menschen aus Scham nicht stellen, und erklären, was die moderne Medizin dazu sagt.

„Ich fühle mich doch gut. Bedeutet das, dass mein Cholesterin in Ordnung ist?“

Leider nein.

Genau darin liegt die Tücke eines erhöhten Cholesterinspiegels.

Er tut nicht weh.

Er juckt nicht.

Er verursacht weder Schwäche noch Schwindel.

In den meisten Fällen ahnt eine Person jahrelang nichts von dem Problem – bis es zu einem schweren Herz-Kreislauf-Ereignis wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt.

Manchmal können gelbliche Ablagerungen rund um die Augen oder andere sichtbare Anzeichen auftreten, doch das ist längst nicht bei allen Betroffenen der Fall. Deshalb ist eine Blutuntersuchung die einzige zuverlässige Möglichkeit, den Cholesterinspiegel zu bestimmen.

Warum sollte ich meine Werte überprüfen lassen, wenn ich keine Beschwerden habe?

Weil Vorbeugung immer besser ist als Behandlung.

Fachleute empfehlen, das Lipidprofil mindestens einmal im Erwachsenenalter bestimmen zu lassen – auch dann, wenn keinerlei Beschwerden bestehen. Gab es in der Familie frühe Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte, sind regelmäßige Kontrollen besonders wichtig.

Je früher ein Problem erkannt wird, desto größer sind die Chancen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Kann auch eine schlanke Person hohe Cholesterinwerte haben?

Ja – und genau das überrascht viele.

Übergewicht ist nur einer von mehreren Risikofaktoren.

Eine Rolle spielen außerdem:

  • die Veranlagung;
  • die Funktion der Leber;
  • genetische Faktoren;
  • bestimmte Eiweiße, die den Fettstoffwechsel regulieren.

Deshalb kann selbst jemand, der sich gesund ernährt, regelmäßig Sport treibt und schlank ist, erhöhte Werte des sogenannten „schlechten“ Cholesterins haben.

Auf das äußere Erscheinungsbild allein sollte man sich daher nicht verlassen.

Ist Cholesterin grundsätzlich schlecht?

Nein.

Ohne Cholesterin könnte unser Körper überhaupt nicht funktionieren.

Es wird benötigt für:

  • den Aufbau der Zellmembranen;
  • die Bildung bestimmter Hormone;
  • die Produktion von Vitamin D;
  • eine normale Funktion des Nervensystems.

Das Problem ist nicht das Cholesterin selbst, sondern ein Überschuss bestimmter Cholesterinfraktionen – insbesondere der Lipoproteine niedriger Dichte (LDL), die häufig als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet werden.

Sie können sich in den Gefäßen ablagern und die Entstehung von Arteriosklerose fördern.

Muss ich Statine für immer einnehmen, wenn sie mir verschrieben werden?

Nicht in jedem Fall. Wenn Statine jedoch medizinisch notwendig sind, ist die Behandlung häufig langfristig angelegt.

Statine „heilen“ den Cholesterinspiegel nicht dauerhaft. Sie helfen, ihn zu kontrollieren, und senken das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich.

Der weitverbreitete Mythos, diese Medikamente würden die Leber schädigen, wird durch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse nicht bestätigt. Für die meisten Patienten gelten sie bei richtiger Verordnung und ärztlicher Kontrolle als sicher.

Ist Fast Food an allem schuld?

Nicht ganz.

Etwa 80 % des Cholesterins produziert der Körper selbst, nur ein kleiner Teil stammt aus der Nahrung.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man beliebig essen kann. Transfette, stark verarbeitete Lebensmittel und Übergewicht erhöhen tatsächlich das Risiko für Fettstoffwechselstörungen.

Ebenso wenig sind extreme Diäten eine Wunderlösung. Empfehlenswert ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Fisch und gesunden Fetten.

Und wie sieht es mit Kaffee aus?

Für viele ist das eine gute Nachricht.

Wenn Kaffee bei Ihnen weder Herzrasen noch andere Beschwerden auslöst, gilt ein moderater Konsum im Allgemeinen nicht als schädlich für das Herz.

Darüber hinaus zeigen aktuelle Studien nicht, dass Kaffee allein das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Wie so oft kommt es auf das richtige Maß an.

Sind Eier wirklich „Cholesterinbomben“?

Dieser Mythos hält sich seit Jahrzehnten.

Zwar enthält das Eigelb Cholesterin, gleichzeitig sind Eier aber eine hervorragende Quelle für Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe.

Nach den heutigen Empfehlungen müssen gesunde Menschen Eier nicht vollständig vom Speiseplan streichen. Viel wichtiger ist die gesamte Ernährungsweise und nicht ein einzelnes Lebensmittel.

Gibt es Lebensmittel, die Cholesterin „auflösen“?

Leider nein.

Kein Lebensmittel kann die Blutgefäße sofort reinigen.

Dennoch unterstützen bestimmte Ernährungsgewohnheiten einen gesunden Fettstoffwechsel. Empfehlenswert sind unter anderem:

  • fettreicher Seefisch;
  • Nüsse;
  • Samen;
  • Avocados;
  • pflanzliche Öle;
  • Gemüse und Blattgemüse.

Sie ersetzen keine notwendige medizinische Behandlung, sind aber ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils.

Helfen Nahrungsergänzungsmittel und Hausmittel?

Der Wunsch nach einer einfachen Lösung ist verständlich.

Bislang gibt es jedoch keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass beliebte Nahrungsergänzungsmittel das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall genauso wirksam senken wie ärztlich verordnete Medikamente.

Außerdem kann die unkontrollierte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ebenfalls gesundheitliche Risiken bergen.

Deshalb sollte eine vom Arzt empfohlene Therapie nicht durch Internettipps oder angebliche „Wundermittel“ ersetzt werden.

Cholesterin ohne Mythen: 10 Fragen, die man sich kaum traut dem Arzt zu stellen – die aber jede Frau kennen sollte
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